Forschungsprojekt HÜB Heidelberger Übersetzungsbibliographie nichtfiktionaler Texte
Als langfristig angelegtes Forschungsprojekt macht die Heidelberger Übersetzungsbibliographie nichtfiktionaler Texte (kurz HÜB) die Vielfalt und historischen Dimensionen von Übersetzungen sichtbar und stellt eine unverzichtbare Ressource für die internationale translations- und literaturwissenschaftliche Fachwelt dar.
Mit der DFG-geförderten Heidelberger Übersetzungsbibliographie wurde eine Informationsinfrastruktur entwickelt, um im Rahmen der Digital Humanities zwei Vorhaben zugleich umzusetzen:
Zum einen ging es um die Zusammenstellung einer Bibliographie von vorwiegend frühneuzeitlichen Übersetzungen aus dem Englischen und Niederländischen ins Deutsche (Erscheinungszeitraum 1450–1850). Diese wurde dann gemeinsam mit zwei Vorgängerprojekten zur romanisch-deutschen und lateinisch-deutschen Übersetzung (Saarbrücker Übersetzungsbibliographien) zu einer Gesamtbibliographie zusammengeführt. So ist eine umfassende Übersetzungsbibliographie frühneuzeitlicher nichtfiktionaler Texte mit mehr als 35.000 erfassten Übersetzungen entstanden. Systematisch bearbeitet wurden die Original- und Brückensprachen Lateinisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Englisch und Niederländisch. Forschenden steht damit eine breit angelegte bibliographische Datenbasis für Untersuchungen zur Übersetzung ins Deutsche in der Frühen Neuzeit und darüber hinaus zur Verfügung.

Zum anderen wurde die entwickelte Infrastruktur auch interessierten Kolleginnen und Kollegen für die Erfassung eigener Bibliographien (auch anderer inhaltlicher Ausrichtung) zur Verfügung gestellt. Drei bereits entstandene Sammlungen – zur Wissenschaftsübersetzung ins Französische im Klassischen Zeitalter (GÜB-FR), zur Übersetzung fiktionaler Erzählliteratur ins Deutsche im 17. Jahrhundert (HUES) sowie zu Übersetzungen ins Deutsche über die Mittlersprache Niederländisch im 17. und 18. Jahrhundert (EIP) – sind ebenfalls über das Interface der HÜB zugänglich; weitere Projekte könnten folgen.
Kontakt
Projektleitung:
Prof. Dr. Vahram Atayan
vahram.atayan@iued.uni-heidelberg.de
Projektmitarbeiter:
Dr. Anne Weber
anne.weber@iued.uni-heidelberg.de
Daniele Moretti
daniele.moretti@iued.uni-heidelberg.de
Dr. Meri Dallakyan
meri.dallakyan@iued.uni-heidelberg.de